GRK 1728

Graduiertenkolleg 1728 „Theologie als Wissenschaft“ (2015–)

Zeitraum: 2015–
Funktion: Assoziiertes Mitglied
Institutionen: Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg / Universitäten Frankfurt, Mainz und Sankt Georgen
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Das Graduiertenkolleg

Das Graduiertenkolleg 1728 „Theologie als Wissenschaft“ rekonstruiert und erforscht seit 2012 Formierungsprozesse der Reflexivität von Glaubenstraditionen. In historischer und systematischer Analyse werden auf interdisziplinärem Forschungsweg die Begründungen religiöser Geltungsansprüche untersucht. Das Kolleg zeichnet sich durch seine interkonfessionelle, interreligiöse und transdisziplinäre Forschungsarbeit aus. Diese fußt auf der Zusammenarbeit von vier Fachbereichen der Goethe-Universität – Evangelische und Katholische Theologie, Philosophie und Geschichtswissenschaften – sowie des Instituts für Studien der Kultur und Religion des Islam und einer Kooperation mit der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen, der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziert das Kolleg seit April 2012 und hat es nach einer positiven Evaluation bis März 2021 bewilligt.

 

Das Forschungsprogramm

Eine interaktive, kooperative Arbeit ist die Basis der Forschung im Graduiertenkolleg: Evangelische, Katholische, Jüdische und Islamische Theologie sowie nicht-theologische Wissenschaften forschen gemeinsam an der Herausbildung und Begründung der Reflexivität von Glaubenstraditionen. Hierbei geraten exemplarische interreligiöse und religiös-säkulare Konfliktfelder in Geschichte und Gegenwart in den Blick. Die Forschung zielt darauf, den Wissenschaftscharakter der Theologie(n) zu plausibilisieren sowie sowohl zur Etablierung von Islamischer Theologie im deutschen universitären Kontext als auch zur Hebung des Frauenanteils in den beteiligten Wissenschaften beizutragen.

Das Qualifizierungsprogramm

Das Graduiertenkolleg bietet ein vielfältiges Studienprogramm und gibt den Kollegiat*innen die Möglichkeit, das Thema „Theologie als Wissenschaft“ in seiner Vielgestaltigkeit kennen zu lernen. Das breit gefächerte Angebot an Workshops, das in Kooperation mit der Goethe Research Academy (GRADE) realisiert wird, sorgt für notwendige Softskill- und Methoden-Kenntnisse der Promovierenden. Als übergeordnetes Ziel sollen Absolvent*innen mit interreligiöser Kompetenz herangebildet sowie eine generelle Sensibilität für unterschiedliche – etwa religiöse oder ethnische – Hintergründe geschaffen werden.